Beispiel 2

Die beiden Vertreter der Repräsentanz einer deutschen Firma treffen sich zu abschließenden Auftragsverhandlungen mit einer bulgarischen Firma in Plovdiv. Die Besprechung dauert lange, und die deutschen Geschäftsleute haben das Gefühl, dass sich die bulgarische Seite intern nicht einig ist. Es geht darum, in welchem Umfang Ersatzteile gleichzeitig mit der Maschine geordert werden sollen. Die Dolmetscherin übersetzt die Gespräche unter den Bulgaren nur zum Teil und schlägt, als die Deutschen immer öfter auf die Uhr blicken, vor, die beiden Themen, Maschine und Ersatzteile, getrennt zu behandeln. Die Deutschen, die schon dringend zum Flughafen sollten, finden den Vorschlag vernünftig. Schließlich gehen auch die Herren der bulgarischen Firma darauf ein und die beiden deutschen Vertreter verabschieden sich guten Mutes in Erwartung einer Bestellung für zumindest einmal die Maschine – hören dann jedoch nie mehr etwas von der Firma in Plovdiv, außer, dass der Auftrag anderweitig vergeben wurde. Was war schief gelaufen? Haben die Deutschen etwas falsch gemacht?